Das musst Du über Kaffeebohnen wissen!

Kaffeebohnen reif an der Pflanze

Der Legende nach war es Kaldi, ein geheimnisvoller Hirte in Äthiopien, der Kaffeebohnen entdeckte. Eines Tages bemerkte er ein seltsames Verhalten bei seinen Ziegen. Sie sprangen fröhlich umher und hatten mehr Energie, nachdem sie die Früchte eines Strauches gefressen hatten: den Kaffeestrauch. Der Hirte beschloss, diese Früchte in ein nahe gelegenes Kloster zu bringen, wo die Mönche sie aufgossen. Das Ergebnis war ein so exquisiter Geschmack, dass sich der Kaffee über die ganze Welt zu verbreiten begann und uns bis heute mit seinen unzähligen Varianten überrascht. Ob Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino: Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken weltweit. Bist Du neugierig geworden und möchtest mehr über die besondere Kaffeebohne erfahren? In diesem Beitrag erzählen wir Dir mehr über Kaffeebohnen.

Kaffee Bohnen: Ursprung und Anbau

Eine gute Tasse Kaffee ist ein wesentlicher Bestandteil im Alltag vieler Menschen. Etwa 60 Prozent des gesamten Kaffees, den wir trinken, besteht aus Arabica-Bohnen und nur 40 Prozent aus Robusta-Bohnen. Kaffeepflanzen wachsen nur im sogenannten Kaffeegürtel der Welt. Das sind Länder rund um den Äquator, wo die Bedingungen für den Kaffeeanbau perfekt sind, wie beispielsweise Äthiopien. Alles ist perfekt: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Boden, Klima. Dieser Kaffeegürtel liegt ungefähr zwischen dem 25. nördlichen Breitengrad und um den 30. südlichen Breitengrad.

Kaffeebohnen - das musst du wissen!

In der Blüte eines Kaffeebaums wächst eine Frucht. Diese Kaffeebeere braucht etwa 6 bis 9 Monate, um zu reifen, bevor sie gepflückt werden kann. Normalerweise werden diese Beeren einmal im Jahr geerntet. Aber aufgrund der Feuchtigkeit der Pflanzen können sie mehrmals im Jahr blühen. Dies erklärt, warum die Früchte in verschiedenen Reifestadien an einem Zweig wachsen können. Selten sind alle Beeren gleichzeitig reif, weshalb die Erntemethode so wichtig ist. Denn nur, wenn man die Kaffeebohnen von Hand pflückt, kann man sicher sein, dass man nur reife Beeren erntet.

Nachdem die Frucht, die in Form, Größe und Farbe einer Kirsche ähnelt, vom Fruchtfleisch befreit wurde, bleibt der Kern frei, der die berühmten grünen Kaffeebohnen darstellt. Der Rohkaffee wird dann geröstet, um das zu erhalten, was wir alle als geröstete Kaffeebohnen kennen, die in einem abschließenden Prozess je nach der zu verwendenden Kaffeemaschine unterschiedlich fein oder grob gemahlen werden. Aus dem gewonnenen Kaffeepulver werden schließlich alle bekannten Kaffeesorten hergestellt:

  • Espresso
  • amerikanischer Kaffee
  • Cappuccino
  • Milchkaffee
  • und viele mehr

Die Kaffeebohne: Robusta und Arabica

Es gibt einen Unterschied zwischen Robusta und Arabica: Ersterer kann praktisch auf Meereshöhe, oberhalb von 200 Metern, angebaut werden, während Arabica in der Regel oberhalb von 800 oder 1000 Metern über dem Meeresspiegel angebaut wird. In vielen Ländern gilt, dass die Qualität des Kaffees umso besser ist, je höher er liegt. Und die Kaffees, die in höheren Lagen produziert werden, werden mit dem Namen Café de Altura bezeichnet.

Die Arabica-Kaffeepflanze

Diese Kaffeepflanze stammt aus dem Hochland von Äthiopien und wächst hauptsächlich in Höhenlagen zwischen 600 und 2000 Metern. Coffea arabica ist die Art, dank derer sich der Kaffeekonsum seit dem 15. Jahrhundert von der arabischen Halbinsel (u. a. Jemen) aus über die ganze Welt verbreitet hat. Die Pflanze kann in der freien Natur weit über 6 Meter hoch werden. Um den Anbau und die Ernte der Bohnen zu erleichtern, werden die Sträucher jedoch auf eine Höhe von maximal 3 Metern zurückgeschnitten. Der Strauch ist relativ empfindlich und wächst in Regionen, in denen die Temperaturen nicht unter 15 °C sinken.

Der Strauch mag keine pralle Sonne und verlangt, dass andere Bäume in den Pflanzungen vorhanden sind, die ihm tagsüber Schatten spenden. Er wächst vor allem in höheren Regionen, in denen das Klima warm und feucht ist. Sein Wurzelsystem ist tief und verlangt, dass er sich in nährstoffreichem Boden ausbreitet. Dies ist einer der Gründe, warum die Sträucher oft an Vulkanhängen angebaut werden. Die Blüten sind weiß oder blassgelb und wachsen in Haufen. Ihr intensiver Duft erinnert an Jasmin oder Orangenblüten. Ihre Lebensdauer ist sehr begrenzt: 24 bis 48 Stunden. Die Arabica-Kirschen wachsen in Trauben. Es dauert etwa 9 Monate, bis sie reif sind. Zum Zeitpunkt der Ernte sind sie leuchtend rot.

Am Ende ergibt sich ein leichter und besonders aromatischer Kaffee, der leicht säuerlich ist und eine besonders reichhaltige Geschmackspalette bietet. Je nachdem, in welcher Gegend er angebaut wurde, beeinflussen die Nährstoffe, die er dort erhält, seinen Geschmack. Arabica enthält zwischen 0,8 und 1,5 % Koffein.

Die Robusta-Bohne: Kaffee Crema Bohnen

Ursprünglich stammt der Robusta-Kaffee (Canephora) aus dem Kongo. Dort wächst seine Pflanze wild und spontan. Diese Sorte wurde erst im 17. Jahrhundert entdeckt. Robusta unterscheidet sich deutlich von Arabica und zeichnet sich durch bestimmte physische und aromatische Merkmale aus, die eine leichte Unterscheidung ermöglichen.

Der Canephora-Strauch kann bis zu 10 Meter hoch werden. Auch er wird für den Anbau auf eine Höhe von maximal 3 Metern zurückgeschnitten. Er ist sehr widerstandsfähig und wächst im Tiefland zwischen 0 und 600 m Höhe. Er verträgt volle Sonne und sein Wurzelsystem bleibt relativ flach. Der Strauch ist auch sehr widerstandsfähig gegen Schädlingsbefall. Das ist einer der Gründe, warum er eine Alternative zum Arabica-Baum ist, wenn dieser nicht richtig gedeihen kann.

Die weißen bis blassgelben Blüten sind unregelmäßig auf den Zweigen verteilt. Sie haben einen betörenden Duft, der ebenfalls an Jasmin erinnert. Auch sind die Früchte größer als bei anderen Kaffeepflanzenarten. Sie färben sich rot, wenn sie geerntet werden können.

Die Robusta-Bohne ist etwa eineinhalb Mal so groß wie die Arabica-Bohne. Diese Sorte ist für ihren ausgeprägten bitteren Geschmack bekannt. Man verwendet Arabica-Bohnen, um einen wirklich dunklen und kräftigen Espresso nach italienischer Art zuzubereiten. Sie dient auch dazu, den Geschmack bestimmter Mischungen zu verstärken, bei denen sie mit Arabica gemischt wird, die mehr Feinheit und Zartheit mit sich bringt. Der Koffeingehalt kann bis zu 3 % betragen und ist damit doppelt so hoch wie bei Arabica-Kaffee. Robusta sorgt des Weiteren für die notwendige Crema im Espresso.

Kaffeebohnen in einer Tasse

Was ist mit Kaffeebohnenmischungen?

Es ist möglich, Kaffeesorten aus verschiedenen Anbaugebieten und Sorten zu kombinieren, um einzigartige Geschmacksrichtungen zu komponieren. Die anspruchsvollsten Kaffeeliebhaber stellen sich ihre Mischungen nach genauen Dosierungen selbst zusammen. Da jede Herkunft ihre eigenen Besonderheiten hat, kannst Du Deine Wahl ganz nach Deinem Geschmack treffen. Wusstest Du schon? Für die Mischungen wird jeder Kaffee, der verwendet wird, vorher einzeln geröstet. Die Mischung erfolgt erst nach der Röstung.

Was ist Ganze Bohnen Kaffee?

Es handelt sich um die reinste Form von Kaffee, die es gibt. Wenn Du Dich für den Kauf von Bohnenkaffee entscheidest, wählst Du einen maßgeschneiderten Kaffeegenuss. Die Größe des gemahlenen Kaffees, die Frische des Kaffees, die Herkunft – all das wird von einem gelehrten Verbraucher kontrolliert, der den gesamten Zubereitungsprozess kontrolliert.

Was aber ist der Vorteil bei Kaffee aus ganzen Bohnen? Ganz eindeutig die Frische! Dies ist der Hauptvorteil, wenn Du Ganze-Bohnen-Kaffee kaufst. Der Kaffee entfaltet seine ganze aromatische Komplexität beim Mahlen, kurz bevor er zubereitet wird. Das Mahlen der Bohnen kurz vor der Verkostung ist die beste Möglichkeit, das Aroma eines bestimmten Kaffees zu genießen.

Fazit

Kaffee ist nicht gleich Kaffee, das hast Du gesehen. Umso schöner ist es, sich in der Welt der Kaffee-Bohnen auszuprobieren und herauszufinden, welcher Geschmack einem am ehesten zusagt. Ob als Morgenkaffee oder als Beigetränk zur Low-Carb-Meal-Prep: Kaffee ist DAS Universalgetränk unserer Zeit.

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