Ist entkoffeinierter Kaffee gesund? 5 Fakten die du wissen musst!

Entkoffeinierter Kaffee mit schöner Crema

Keine Frage: Auf den wohltuenden Geschmack und die positiven Effekte von Kaffee möchten Fans des beliebten Heißgetränkes kaum verzichten. Was aber, wenn Du schwanger bist, kein Koffein verträgst oder Dir am Abend eine Tasse vom schwarzen Gold gönnen möchtest – ohne Schlaflosigkeit befürchten zu müssen? Entkoffeinierter Kaffee schafft in solchen Fällen Abhilfe. Aber ist entkoffeinierter Kaffee gesund?

Woraus besteht entkoffeinierter Kaffee?

Kaum einer kann sich Kaffee ohne Koffein vorstellen. Denn die stimulierende Wirkung der Substanz zeichnet das Getränk aus. Das Problem: Obwohl viele Kaffeetrinker den aufputschenden Effekt schätzen und auch bewusst als Wachmacher nutzen, gibt es Situationen im Leben, in denen wir lieber darauf verzichten. Nicht auf den Kaffee – das nicht. Aber auf das Koffein, welches für eben diesen Effekt sorgt.

Um kein Koffein zu uns zu nehmen, greifen wir deshalb am liebsten zu entkoffeiniertem Kaffee. Gut zu wissen: Kaffeebohnen enthalten von Natur aus Koffein. In einem sogenannten „Entkoffeinierungsprozess“ wird den Bohnen die Substanz zum Teil oder auch fast vollständig entzogen. Das bedeutet wiederum, dass auch entkoffeinierter Kaffee noch etwas vom Koffein enthält. In der EU handelt es sich hierbei um Produkte, welche mit einem Anteil von weniger als 0,1 Prozent Koffein als entkoffeiniert deklariert werden dürfen.

Ist entkoffeinierter Kaffee gesund?

Wir alle wissen: Dass Kaffee sich in vielerlei Hinsicht und bei gemäßigtem Konsum positiv auf die Gesundheit auswirken kann, ist nach aktueller Studienlage schon längst bekannt – und deshalb schätzen wir das Heißgetränk. Der Bundeszentrale für Ernährung (BZfE) nach leiden Kaffeetrinker seltener unter Typ-2-Diabetes und Lebererkrankungen. Auch auf das Herz-Kreislauf-System soll sich das Heißgetränk möglicherweise positiv auswirken und die Risiken für eine Erkrankung senken. Ähnlich positive Attribute werden dem entkoffeinierten Kaffee nachgesprochen. Zudem kannst Du typische Koffein-Nebenwirkungen vermeiden, falls Du unter ihnen leiden solltest. Zum Beispiel:

  • Nervosität
  • Einschlaf- und Durchschlafprobleme
  • erhöhter Puls
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit

Ergo: Ja – entkoffeinierter Kaffee kann sich positiv auf Deine Gesundheit auswirken, wenn Du ohnehin unter den Folgen von einem überhöhten Koffeinkonsum leidest. Beachte trotzdem, dass das Heißgetränk in erster Linie zum Genuss dienen sollte – und Du den Kaffeegenuss durch einen bewussten Konsum würdigst. Wir sollten es also nicht literweise wie Wasser in uns „hineinkippen“, sondern als wohltuendes Ritual zelebrieren.

Was Du außerdem wissen solltest: Früher stand entkoffeinierter Kaffee wegen seines Herstellungsverfahrens in der Kritik. Denn hierfür kam die gesundheitsschädliche Substanz Benzol zum Einsatz. Dank der vielen Fortschritte in der Forschung ist es jedoch möglich, bei der Herstellung auf den Kohlenwasserstoff zu verzichten.

Wann sollte ich entkoffeinierten Kaffee trinken?

Ist entkoffeinierter Kaffee gesund?

Obwohl die meisten Kaffeeliebhaber nicht auf ihre Tasse Kaffee am Morgen verzichten wollen, kommen diese vor allem in folgenden Situationen nicht drumherum, den Koffeinkonsum drastisch zu reduzieren. Jetzt kann die entkoffeinierte Variante mit ihrem Einsatz glänzen:

1. Entkoffeinierter Kaffee während Schwangerschaft

Obwohl werdende Mütter während ihrer Schwangerschaft pro Tag 200 bis etwa 300 Milligramm Koffein zu sich nehmen können, ohne gesundheitliche Folgen zu befürchten, wollen einige lieber gänzlich darauf verzichten. Deshalb kann entkoffeinierter Kaffee eine Möglichkeit sein, das Bedürfnis nach Kaffeegenuss zu stillen.

Warum das so wichtig ist: Während der Schwangerschaft wird Dein Baby über Deine Plazenta mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt. Die Plazenta ist auch als Mutterkuchen bekannt. Koffein kann den Mutterkuchen ungehindert passieren. Während Du Koffein mit der Hilfe von speziellen Enzymen wieder abbauen kannst, hat ein Fötus diese Möglichkeit noch nicht.

2. Entkoffeinierter Kaffee und Stillen

Nicht nur während der Schwangerschaft kann sich ein zu hoher Koffeinkonsum negativ auswirken. Vor allem gerät die Substanz bei Einschuss der Muttermilch ebenfalls in die Flüssigkeit – und schließlich in den Körper unserer Kleinsten. Babys benötigen grundsätzlich etwas mehr als drei Tage, um das Koffein wieder loszuwerden. Während dieser Zeit kann es beispielsweise zu Blähungen, Bauchschmerzen, Schlafproblemen und Gereiztheit kommen. Auch deshalb kann es hilfreich sein, nach der Schwangerschaft weiterhin zum entkoffeinierten Heißgetränk zu greifen.

3. Koffeinunverträglichkeit

Du Kaffeekonsum mit Koffein schwitzt Du stark, leidest immer wieder unter Schwindelgefühlen, Herzrasen und Magen-Darm-Problemen? Möglicherweise verträgst Du kein Koffein. Wichtig: Ernsthafte gesundheitliche Beschwerden sollten stets ärztlich abgeklärt werden. Generell gilt, dass Menschen lieber zur entkoffeinierten Variante tendieren, wenn sie merken, dass sie die aufputschende Substanz nicht gut vertragen.

4. Schlaflosigkeit

Das Koffein im Kaffee sorgt üblicherweise dafür, dass wir uns wacher und fitter fühlen. Da jeder Körper individuell ist, kann sich der Kaffeekonsum unterschiedlich stark auswirken. Nicht selten kommt es deshalb bei so einigen Menschen zu Schlafproblemen. Wer auf den Genuss – vor allem auch am Abend – nicht verzichten möchte, entscheidet sich deshalb oft für eine entkoffeinierte Variante.

Tipp: Nicht immer hängt Schlaflosigkeit mit einem überhöhten Kaffeegenuss zusammen. Ob beruflicher Stress, psychisches Leid im Alltag oder andere Erkrankungen, die Dich körperlich beeinträchtigen können – kläre die Gründe für Deine Schlafprobleme ab. Zwar kann Koffein die Konzentration des Schlafhormons Melatonin senken. Aber auch Stresszustände beeinflussen die Freisetzung des Botenstoffs, welcher sonst dazu beiträgt, dass wir gut schlafen können.

5. Einnahme von Medikamenten

Ob zwischendurch oder die dauerhafte Einnahme von Medikamenten – wer unter gesundheitlichen Problemen leidet, sollte auf das Risiko einer Wechselwirkung von Koffein und chemischen Substanzen verzichten. Deshalb gilt entkoffeinierter Kaffee als die verträglichere Alternative. Der Konsum sollte vorab mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Last but not least: Das solltest Du außerdem wissen

Entkoffeinierter Kaffee in der Schwangerschaft und beim Stillen

Wenn Du generell auf Produkte mit hohem Koffeingehalt verzichten möchtest, empfehlen wir Dir, auf die Etikett-Hinweise zu achten. Getränke, welche einen erhöhten Koffeingehalt vorweisen, wirst Du zum Beispiel daran erkennen, dass diese ab einem Gehalt von 150 mg/l als solche deklariert werden. Dieser Hinweis hilft vor allem Schwangeren und auch Eltern mit Kindern, da die Kleinsten ohnehin auf (hohe) Koffeinanteile verzichten sollten.

Ein weiterer Tipp: Während Du in der EU entkoffeinierten Kaffee mit einem Koffeingehalt von unter 0,1 Prozent findest, sieht das außerhalb der Grenzen etwas anders aus. Berücksichtige deshalb, dass der Gehalt an Koffein länderspezifisch unterschiedlich ausfallen kann. Das bedeutet: Einige Hersteller dürfen ihren Kaffee tatsächlich als „entkoffeiniert“ oder gar „koffeinfrei“ bezeichnen, obwohl der Prozentsatz höher als oft vermutet ist.

Ob während der Schwangerschaft, als gesundheitsbewusste Ergänzung zu Deiner Ernährung oder einfach, weil Du Koffein nicht gut verträgst: Achte vor dem Kauf Deines entkoffeinierten Kaffees auf die Qualität des Produktes. Hochwertiger Kaffee – mit und ohne Koffein – zeichnet sich unter anderem durch seine guten Aromen und einem frischen Geschmack aus. Älter als drei Monate sollte Deine Verpackung deshalb nicht sein. Denn nach dieser Phase kann es passieren, dass Fette und Öle etwas ranzig werden, sobald das Kohlendioxid die Kaffeebohnen vollständig verlässt.

Fazit: Bewusster Konsum von entkoffeiniertem Kaffee kann Deine Gesundheit unterstützen

Liebst auch Du das schwarze Gold und möchtest trotz Koffein nicht auf das Heißgetränk verzichten, empfiehlt sich entkoffeinierter Kaffee als Alternative. Vor allem, wenn Du gesundheitlich unter den Folgen von koffeinhaltigem Kaffee leidest, etwa in Form von Kopfschmerzen, Magenproblemen oder Schlaflosigkeit, kann die Variante mit nur geringem Koffein Abhilfe schaffen – und Dich gesundheitlich unterstützen. Auch Schwangere greifen gerne zur entkoffeinierten Form, um genüsslich und ohne Bedenken ein oder zwei Tassen zu konsumieren. Während Schwangerschaft und Stillzeit wird generell vom Koffeinkonsum abgeraten.

Zusammenfassend gilt: Mit entkoffeiniertem Kaffee ist es noch nicht getan. Sollte es gesundheitliche Bedenken geben, empfehlen wir Dir auf jeden Fall die Abklärung durch einen Arzt. Für einen bewussten Umgang mit Deiner Gesundheit empfehlen wir Dir zudem einen ausgeglichenen Lebensstil. Dazu gehören Stressmanagement, genügend Schlaf und abwechslungsreiche sowie nährstoffreiche Mahlzeiten. Eine gute Tasse Kaffee zum Genießen darf natürlich nicht fehlen.

Schaue Dich gerne in unserem Sortiment um – und finde den passenden Kaffee für Deinen täglichen Genuss.

Quellen:

https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/kaffee/kaffee-gesund-trinken/
https://www.grazia-magazin.de/lifestyle/darum-kaffee-vor-schlafengehen-trinken-48968.html
https://earlybird-coffee.de/blogs/earlybird-blog/entkoffeinierter-kaffee-kann-das-noch-gesund-sein
https://www.kaffee-partner.de/de/magazin/lesen/entkoffeinierter-kaffee-das-sollten-sie-wissen

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